Dentalhygiene in der Schwangerschaft
Hormonelle Veränderungen lassen das Zahnfleisch in der Schwangerschaft empfindlicher reagieren – Zahnfleischbluten und Schwangerschaftsgingivitis sind häufig. Gute Dentalhygiene schützt dabei nicht nur Ihre Zähne, sondern nachweislich auch Sie und Ihr Kind.
Warum ist Dentalhygiene in der Schwangerschaft so wichtig?
Parodontologen beschäftigen sich seit über zwei Jahrzehnten mit dem Einfluss von Parodontitis auf den Schwangerschaftsverlauf – insbesondere auf niedriges Geburtsgewicht und Frühgeburten. Durch die hormonelle Umstellung ist das Risiko für Zahnfleischentzündungen in der Schwangerschaft bis zu siebenfach erhöht. Bakterien aus entzündeten Zahnfleischtaschen können über die Blutgefässe bis zur Plazenta gelangen und dort die Blutversorgung beeinträchtigen. Vorbeugende Dentalhygiene ist deshalb ein wichtiger Baustein, um Mutter und Kind zu schützen.
Schwangerschaftsgingivitis erkennen
· Zahnfleischbluten beim Zähneputzen, oft schon ab dem 2. Trimester
· Erhöhte Empfindlichkeit des Zahnfleischs
· Meist vollständig reversibel bei konsequenter Mundhygiene und professioneller Reinigung
Was Sie selbst tun können
· Täglich Zahnseide oder Interdentalbürstchen verwenden
· Weiche Zahnbürste statt hartem Schrubben nutzen
· Natürliche, fluoridfreie Zahnpasten mit Hydroxylapatit sind eine schonende Option – gerne beraten wir Sie dazu individuell
· Auftretende Fragen zur Behandlung während der Schwangerschaft besprechen Sie am besten zusätzlich mit Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen
Ein gutes Bakteriengleichgewicht – auch für Ihr Baby
Bereits während der Schwangerschaft steht Ihr eigenes Mikrobiom – im Mund, im Darm und darüber hinaus – in engem Austausch mit Ihrem Kind. Ein Teil der mütterlichen Bakterien wird auf natürlichem Weg weitergegeben, etwa unter der Geburt oder beim Stillen, und bildet damit eine erste Grundlage für das kindliche Mikrobiom.
Je bewusster und ausgeglichener eine Frau in dieser Zeit lebt und je mehr sie die «guten» Bakterien fördert – durch eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Bewegung, wenig Stress und eine sorgfältige Mund- und Zahnhygiene – desto eher trägt dies zum allgemeinen Wohlbefinden von Mutter und Kind bei. Ein gepflegtes orales Mikrobiom ist dabei ein kleiner, aber sinnvoller Baustein neben Ernährung und Lebensstil – keine Behandlung und kein Ersatz für die Betreuung durch Ihre Gynäkologin oder Ihren Gynäkologen.
Das gilt auch in die andere Richtung: Ist das Mundmilieu belastet, können auch weniger günstige Bakterien über die Blutbahn bis zur Plazenta gelangen und dort das Umfeld beeinflussen, in dem sich Ihr Kind entwickelt. Ein gepflegtes Bakteriengleichgewicht ist deshalb keine Nebensache, sondern Teil einer guten Grundlage für Wachstum und Entwicklung Ihres Babys.
Mehr zum oralen Mikrobiom im Ratgeber →Ihr Dentalhygiene-Vorsorgeplan während der Schwangerschaft
1.–3. Monat
Gründliche Dentalhygiene, Entfernung bestehender Zahnfleischentzündungen und Beratung zu schonenden, fluoridfreien Zahnpasten mit Hydroxylapatit.
4.–6. Monat
Kontrolle des Zahnfleischs und bei Bedarf eine Auffrischung, damit eine beginnende Schwangerschaftsgingivitis nicht fortschreitet.
7.–9. Monat
Kurze, gründliche Reinigung vor der Geburt, damit Sie mit gesunden Zähnen und Zahnfleisch in die erste Zeit als Eltern starten.
Sets, die Ihr Mikrobiom gezielt unterstützen
Vom Biom Basic Set bis zum Biom Total Set: Im Zahnpastashop finden Sie natürliche Pflegeprodukte, die Ihnen helfen, Ihr orales Mikrobiom auch während der Schwangerschaft im Alltag zu unterstützen.
Häufig gestellte Fragen
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